Schulprogramm

Schulprogramm 2017-06-30T22:34:14+00:00

Präambel

„Ein Bewusstsein der Sicherheit verdrängt die anfängliche Ängstlichkeit. Die besonnene Ruhe verlässt auch schließlich den in der Luft Schwebenden nicht mehr, während das … sanfte Dahingleiten … den Eifer bei jedem Sprunge von Neuem anfacht… Bald setzt man über haushohe Schluchten hinweg und streicht mehrere Hundert Meter ohne alle Gefahr durch die Luft dahin, den Wind in jedem Augenblicke parierend.“ (Otto Lilienthal 1893)

Das Lilienthal-Gymnasium Anklam kann auf eine mehr als 150-jährige Tradition verweisen.
Wir wissen, dass unsere Jugend in eine Gesellschaft hineinwächst, die vor vielfältigen Herausforderungen steht. Die Zukunft erfordert von uns allen Veränderungsbereitschaft sowie Offenheit für neue Entwicklungen im gesellschaftlichen und technischen Bereich. Dazu bedarf es einer fundierten Allgemeinbildung, einer gefestigten Persönlichkeit, einer umfassenden Sozialkompetenz und eines ausgeprägten Verantwortungs- sowie Wertebewusstseins. Das Lilienthal-Gymnasium Anklam stellt sich dieser Herausforderung und leitet daraus seinen Erziehungsauftrag und seine Bildungsarbeit ab. Unsere Schule versteht sich als eine gesunde Lernwelt, an der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Mitarbeiter, Ehemalige und Freunde ihren jeweiligen Aufgaben entsprechend verantwortungsvoll teilhaben. Wir wollen unser Wissen und unsere Fähigkeiten zur Gestaltung einer friedlichen Welt nutzen, in der schonend mit Ressourcen umgegangen wird. Wir begreifen die weltweite Vernetzung der Regionen bei Bewahrung der kulturellen Identität als Herausforderung und Chance. Wir sind eine Schule in Europa und streben demzufolge Weltoffenheit und ein offenes sowie respektvolles Miteinander der Kulturen an. So haben Intoleranz und Ausländerfeindlichkeit keinen Platz bei uns.

Leitsätze und Handlungsfelder

Wir verstehen unsere Schule als Lern-, Lebens- und Erfahrungsort. Dabei bekennt sich die Schule neben ihrer Verantwortung zur Erfüllung des Bildungsauftrages ausdrücklich auch dazu, die Vermittlung erzieherischer Werte auf Nachhaltigkeit auszurichten.

Umfangreiche Anforderungen an unsere Schülerinnen und Schüler im heutigen Schulleben, in der jetzigen Gesellschaft und im künftigen Berufsleben fordern auch von der Schule, Wege und Ziele in der Wissensvermittlung behutsam zu überdenken und zu erweitern. Im Sinne eines zeitgemäßen und anwendungsbezogenen Lernens findet Unterricht auch an außerschulischen Lernorten und mit externen Partnern statt. Wir wollen unseren Schülern Fragen und Probleme der globalen Gerechtigkeit im Unterricht vermitteln. In unsere Entscheidungen sollen soziale, ökologische und ökonomische Aspekte einbezogen werden. Das Lilienthal-Gymnasium fordert und fördert Leistung. Erklärtes Ziel des pädagogischen Konzeptes ist es, keinen entsprechend befähigten und leistungsbereiten Schüler zurückzulassen und das intellektuelle Potential jedes Einzelnen auszuschöpfen bzw. zu entwickeln. Wir Lehrerinnen und Lehrer bekennen uns zum allgemeinen Erziehungsauftrag der Schule, der in unserer Schulordnung konkreter formuliert ist. Wir sehen diese Grundsätze und Erziehungsziele als verbindlich an und achten zugleich auf deren Einhaltung und Durchsetzung. Wir reagieren bei abweichendem Verhalten von Schülerinnen und Schülern angemessen, aber konsequent, weil wir die Anerkennung und Achtung demokratischer Regeln als ein grundlegendes Ziel unserer pädagogischen Arbeit sehen.

Handlungsfelder:

Blockunterricht, moderne Unterrichtsformen und –methoden, fachübergreifender Unterricht, musisch-künstlerisch-ästhetische Orientierung, Kunst im Raum, zusätzliche Angebote, Lilienthal-Stipendium, Mathematik-, Biologie-, Chemie- und Geographieolympiaden, „Jugend debattiert“, Mülltrennung, Schulhof- und Flurgestaltung mit und durch Schüler, Arbeit an Kompetenzen (Kompetenzpläne), schulinterne Rahmenpläne (Stoffverteilung vorhanden), Schulbibliothek, Internetzugänge für Schüler, Schulfahrten und Exkursionen, Praktika

Wir verstehen unsere Schule als einen Ort der Kommunikation und sozialen Begegnung, der das Miteinander und gegenseitige Verständnis fördert.

Wir handeln konsequent und gemeinsam und streben eine effektive Kommunikation zwischen allen am Schulsystem Beteiligten an. Wir wollen unsere Schüler zu kritisch denkenden, toleranten, weltoffenen und neugierigen Persönlichkeiten erziehen. Unsere Schule fördert die Bereitschaft, Verantwortung für die Gemeinschaft und für sich selbst zu übernehmen. Wir verstehen uns als Schulgemeinschaft, das heißt, der Umgang aller am Schulleben Beteiligten soll stets geprägt sein durch Achtung, Fairness und die Bereitschaft, anderen zu helfen. Wir fördern Ausdrucksmöglichkeiten, die zu aktiver kultureller Teilhabe befähigen.

Handlungsfelder:

Lehrerkommunikation (u. a. Jahrgangskonferenzen), Schulklub, aktive Schülervertretung, Cafeteria, Schulsozialarbeiterin, Förderung „Schüler für Schüler“, HA-Betreuung, TEO-Tage, internationale Abende, Big Challenge (europäischer Englischwettbewerb), Schulfeste, Tag der Begegnung, feierliche Abiturzeugnisausgabe, letzter Schultag, „Ikarus“, Adventsmarkt, Adventskonzert, Abschlussgeschenk des Abiturjahrganges, über BLK 21 ist eine Schulpartnerschaft aufzubauen, Schüleraustausch, Europatag, Integration von Gastschülern, grenzüberschreitende Mathematikolympiade, Einführungstage für neue 7. Klassen

Wir verstehen unsere Schule als einen Ort, der Gesundheit und Bewegung sowie den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und der Natur zum Kernthema macht.

skilager1Wir unterstützen sportliche Interessen und beteiligen uns an regionalen, aber auch überregionalen Wettkämpfen. Unsere Schulprojekte fördern dieses Bemühen. Die Schüler sollen sich bewusst werden, dass körperliche, geistige und seelische Gesundheit ein hohes Gut ist.Weitere Schwerpunkte sind die nachhaltige Erziehung zur gesunden Lebensweise sowie der bewusste Umgang mit Natur und Umwelt.

Handlungsfelder:

AG Kraftsport, Volleyball, Handball, Sportfest, Kleinsportanlage, führende Rolle des LGA bei der organisatorischen Vorbereitung von Sportwettkämpfen und aktive Teilnahme, sportorientierte Klassen (Breitensport, Gesunderhaltung), sportliche Fitness der Lehrer, aktive Pausengestaltung, Cafeteria (Konzept der gesunden Ernährung), Mittagessen, Pausenversorgung, Umweltschule in Europa (Agenda 21), Teilnahme an Projekten („Anschub.de“/„BLK 21“), Mülltrennung, Schulwald, Biotop, „Grünes Klassenzimmer“, behindertengerechte Ausstattung

Wir verstehen unsere Schule als einen Ort, der die Verbindung von Tradition und Moderne zum Anspruch erklärt.

Für die Gegenwart gilt der Anspruch, humanistische Werte mit den Herausforderungen der Moderne zu verbinden. Wir erfahren hierbei die Unterstützung durch den Schulförderverein. Unsere Schule soll offen sein für Begegnungen von ehemaligen, gegenwärtigen und zukünftigen Schülern sowie Kollegen. Wir pflegen an unserer Schule eine Vielzahl von gleichberechtigten Unterrichtsformen wie Teamarbeit, Unterrichtsgespräch, Projektarbeit und die Arbeit mit traditionellen und neuen Medien. In Anlehnung an konkrete entwicklungsgeschichtliche Bezüge unserer Einrichtung haben wir den Gedanken einer Ausbildungsschule wiederbelebt, indem wir durch das Land als Seminarschule benannt wurden. Wir sichern somit die Nutzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und innovativer Methoden für unsere Bildungs- sowie Erziehungsarbeit und leisten gleichermaßen einen wichtigen Beitrag zur Profilierung des eigenen beruflichen Nachwuchses.

Handlungsfelder:

Schulgebäude, Montagsgespräche, Schulförderverein, Schuljahresbericht (Ehemalige), Judika-Gedenkfeier, Traditionspflege: Gebrüder Lilienthal, Geschwister Scholl und Rosa Luxemburg, Berufs- bzw. Studienvorbereitung (z. B. Vorstellung von Berufsbildern), Ausbildungsschule

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Wir verstehen unsere Schule als einen Ort, der alle Beteiligten und Partner zur Gestaltung und Entwicklung der Schulgemeinschaft einlädt.

Wir streben eine intensive Öffnung zur Region an, die wir zugleich als außerschulischen Lernort in unsere schulische Arbeit einbeziehen. Die Zusammenarbeit mit Personen, Vereinen, Einrichtungen und Organisationen soll weiter entwickelt werden. Zugleich bemühen wir uns, zukunftsoffen neue Technologien und das Wissen aus der Region in unsere Praxis zu integrieren und unsere Kompetenzen der Region anzubieten. Neben der gymnasialen Bildung ist der Kontakt zur Arbeitswelt ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit.Unsere Schule sucht die Zusammenarbeit mit den Eltern und wünscht sich, dass diese sie konstruktiv und im offenen Dialog in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag unterstützen. Jeder Einzelne ist wichtig für eine aktive Gestaltung des Schullebens. Dies schließt die demokratische Mitwirkung  der Schüler und ihrer Vertretung ein.

Handlungsfelder:

Schuljahresbericht, Pressemitteilungen, Abend der offenen Tür, Veranstaltungen des SFV, Band, Chor, Galerie, Schülertheater, thematische Elternversammlungen, Eltern geben Einblicke in ihr Berufsfeld, Nutzung von Elternbesuchen, Homepage des LGA, Studien- und Berufsorientierung, Zusammenarbeit mit Vereinen, Vorpommersche Landesbühne, Museen, Musikschule, Suiker Unie GmbH & Co. KG – Zuckerfabrik Anklam, Sport- und Kulturvereine auf lokaler sowie regionaler Ebene u. a.

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Wir verstehen unsere Schule als einen Ort des lebenslangen Lernens für alle am Bildungs- und Erziehungsprozess Beteiligten.

Wir wollen Schule gestalten mit Lehrern, die professionell geschult sind und danach arbeiten können. Voraussetzung dafür ist wiederrum ein qualitatives Personal- und Schulmanagement, das durch Kommunikation, Konfliktfähigkeit und Konsensbereitschaft ein vertrauensvolles Schulklima erzeugt, welches nicht antworten vorgibt, nach besten Lösungen strebt, Fehler auch anderer zulässt, sie anspricht und abstellt. Personalmanagement schließt das differenzierte Anerkennen von Leistungen anderer ein, schafft Vertrauen durch Zutrauen, Motivation und Mitverantwortung.

Handlungsfelder:

Wöchentliche Schulleitungssitzungen, monatliche Dienstberatungen bzw. Lehrerkonferenzen, Teamsitzungen, Fach- und Jahrgangskonferezen, Dienstgespräche, Zielvereinbarungsgespräche, Abstimmungen zwischen SL und ÖPR bzw. mit anderen gewählten Vertretern, SCHILF, Fortbildungsplan, Beratungen mit Lehrer-, Schüler-, und Elternrat sowie der Schulkonferenz, Hospitation, Kontrollgänge der SL

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