Fit für den Ernstfall: Schülerinnen und Schüler werden zu Ersthelfern

Projekt • 12.09.2026

Am 3. September stand am Lilienthal-Gymnasium ein Thema auf dem Stundenplan, das im Ernstfall Leben retten kann: Rund 40 Schülerinnen und Schüler nahmen im Rahmen des Projekts „NaReT – Nachbarsprache wird reanimiert“ an einem Reanimationstraining teil. Dabei war die Teilnahme bewusst so organisiert, dass aus jeder Klasse mindestens zwei Schülerinnen und Schüler dabei waren. Sie haben nun das notwendige Wissen und die praktische Erfahrung, um im Notfall als Ersthelferinnen und Ersthelfer in ihrer Klasse und auf dem Schulhof zu unterstützen. Nach einer theoretischen Einführung ging es direkt in die Praxis. An Übungspuppen trainierten die Jugendlichen die wichtigsten Schritte der Wiederbelebung und übten insbesondere die Herzdruckmassage. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, in einer Notfallsituation schnell zu reagieren und trotz Aufregung handlungsfähig zu bleiben. Zum Abschluss konnten alle Teilnehmenden ihr Können unter Beweis stellen: Alle schafften es, fünf Minuten lang eine Reanimation an der Übungspuppe durchzuführen. Damit sind sie für mögliche Notfallsituationen im Schulalltag besser vorbereitet und können im Ernstfall schnell Unterstützung leisten. Für die Schülerinnen und Schüler geht das Training weiter. In der nächsten Phase steht ein Tandemtraining mit einer polnischen Partnerschule auf dem Programm. Den Abschluss bildet eine besondere Herausforderung: Mithilfe von VR-Brillen werden realitätsnahe Erste-Hilfe-Situationen simuliert, in denen die Jugendlichen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten anwenden können. So entsteht am Lilienthal-Gymnasium ein Netzwerk von jungen Ersthelferinnen und Ersthelfern, die Verantwortung übernehmen und im entscheidenden Moment für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler da sein können.

Hier auch aus Schülersicht von Jonas Minow, Klasse 8:

NaReT ist eine tolle gemeinschaftliche Aktion mit anderen Personen, die sich für eine Ersthelferausbildung interessieren. Nach der Begrüßung hatten wir erst den theoretischen Teil auf Deutsch und danach mit einer anderen Lehrkraft auf Polnisch, wo wir erfahren haben, was die wichtigsten Wörter auf Polnisch sind, die man im Ernstfall nutzen kann. Uns wurde erklärt, dass das wichtigste Mittel unsere Hände sind, und dass das Schlimmste im Ernstfall ist NICHTS zu tun. Der praktische Teil hat meiner Meinung nach am meisten Spaß gemacht. Wir durften die Herzdruckmassage an Dummies durchführen, zum Beispiel aber auch eine Mund-zu-Mund-Beatmung und den Umgang mit dem Defibrillator (AED) üben. Das Training hat allen viel Spaß gemacht und auch den Ausbildern, die sehr herzlich zu uns waren. Ich freue mich schon auf die kommenden Trainingseinheiten.

Jonas Minow Klasse 8.

Text und Fotos: Frau Ohm